Was ist die Grundversorgung?

Die Grundversorgung ist ein gesetzlich geregelter Tarif. Jeder Netzbetreiber in Deutschland ist verpflichtet, Haushaltskunden in seinem Gebiet zu versorgen — auch ohne aktiven Vertrag. Das klingt nach Sicherheit. Und das ist es auch — aber zu einem Preis.

Die Grundversorgung ist bewusst als Auffangnetz konzipiert, nicht als dauerhaft günstiger Tarif. Wer nie aktiv gewechselt hat, zahlt in der Regel deutlich mehr als Kunden die einen Wechseltarif gewählt haben.

Wie landet man in der Grundversorgung?

Automatisch — zum Beispiel wenn Sie in eine neue Wohnung einziehen ohne einen Vertrag abzuschließen, wenn Ihr bisheriger Anbieter insolvent wird oder wenn Ihr Vertrag ausläuft ohne dass Sie einen neuen abschließen.

Viele Menschen wissen nicht einmal dass sie sich in der Grundversorgung befinden. Auf der Rechnung steht oft nur der Anbieter — nicht explizit ob es sich um Grundversorgung handelt.

Wie groß ist der Preisunterschied wirklich?

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht regelmäßig Vergleichsdaten. 2024 betrug der durchschnittliche Unterschied zwischen Grundversorgung und günstigstem Wechseltarif in vielen Regionen 8–14 Cent pro Kilowattstunde.

Für einen Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch sind das 280–490 Euro pro Jahr — jedes Jahr aufs Neue.

Was hält Menschen davon ab zu wechseln?

Die häufigsten Antworten sind: keine Zeit, zu kompliziert, Angst etwas falsch zu machen. Das sind verständliche Bedenken. Aber sie sind der Grund warum viele Haushalte Jahr für Jahr zu viel zahlen.

Dabei muss das nicht so sein. Wer sich dabei helfen lässt, spart ohne selbst einen Finger krumm zu machen.