Die meisten Menschen werfen einen kurzen Blick auf ihre Stromrechnung, sehen eine Zahl und legen sie wieder weg. Dabei steckt in dieser Zahl oft mehr Potenzial als man denkt.
Woran erkennt man ob man zu viel zahlt?
Das einfachste Zeichen: Sie sind seit mehr als einem Jahr beim gleichen Anbieter und haben den Vertrag nie aktiv gewählt. Wer in die sogenannte Grundversorgung gerutscht ist — also automatisch vom lokalen Netzbetreiber versorgt wird — zahlt statistisch am meisten.
Laut Bundesnetzagentur lagen die Grundversorgungspreise für Strom in Deutschland 2024 im Schnitt bei 35–40 Cent pro Kilowattstunde. Günstige Markttarife lagen im gleichen Zeitraum bei 22–26 Cent — ein Unterschied von bis zu 18 Cent pro Kilowattstunde.
Was bedeutet das konkret?
Bei einem typischen 3-Personen-Haushalt mit ca. 3.500 kWh Jahresverbrauch entspricht dieser Unterschied 400–630 Euro pro Jahr — nur durch die Wahl des falschen Tarifs.
Weitere Warnsignale
Ihre letzte Jahresabrechnung war deutlich höher als erwartet. Ihr Anbieter hat die Preise erhöht ohne dass Sie aktiv zugestimmt haben. Sie kennen Ihren aktuellen Preis pro Kilowattstunde nicht.
Was viele nicht wissen
Der Wechsel des Stromanbieters verändert nichts an der physischen Versorgung. Das Stromnetz bleibt dasselbe — nur der Vertrag ändert sich. Es gibt keine Versorgungsunterbrechung, keine technischen Veränderungen und kein Risiko für den Haushalt.
Viele Menschen schieben das Thema auf weil sie denken es sei kompliziert. Das ist verständlich — aber es kostet sie jedes Jahr bares Geld.